Preface

Authors

DOI:

https://doi.org/10.52825/th-wildau-ensp.v3i.3542

Abstract

Die Zukunft entsteht dort, wo Menschen gemeinsam an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit arbeiten – mit Verantwortung, Offenheit und technologischer Gestaltungskraft. Die Wildauer Konferenz für Künstliche Intelligenz (WiKKI26) bietet hierfür einen Raum des Austauschs, der Reflexion und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Umfeld, in dem sich diese Konferenz bewegt, ist geprägt von tiefgreifenden Umbrüchen. Die fortschreitende Digitalisierung, der beschleunigte Einsatz Künstlicher Intelligenz und die zunehmende Vernetzung von Wertschöpfungssystemen verändern industrielle Prozesse grundlegend. Gleichzeitig verschärfen globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, geopolitische Spannungen und der Fachkräftemangel den Handlungsdruck. Unternehmen und Institutionen stehen vor der Aufgabe, ihre Systeme nicht nur effizienter, sondern auch resilienter, nachhaltiger und anpassungsfähiger zu gestalten.

Parallel dazu entwickeln sich die regulatorischen Rahmenbedingungen dynamisch weiter. Insbesondere auf europäischer Ebene wird mit neuen Vorgaben für den Einsatz Künstlicher Intelligenz ein verbindlicher Orientierungsrahmen geschaffen, der Vertrauen, Transparenz und Sicherheit in den Mittelpunkt stellt. Diese Entwicklungen eröffnen Chancen für Innovation, verlangen jedoch zugleich ein hohes Maß an Verantwortung in der Gestaltung und Anwendung von KI-Systemen. Vor diesem Hintergrund widmet sich die WiKKI26 zentralen Fragestellungen der Transformation: Wie kann Künstliche Intelligenz zur nachhaltigen Gestaltung industrieller Wertschöpfung beitragen? Wie lassen sich technologische Innovationen mit gesellschaftlichen Erwartungen und regulatorischen Anforderungen in Einklang bringen? Und wie gelingt es, den Menschen in den Mittelpunkt einer zunehmend automatisierten und datengetriebenen Welt zu stellen?

Die Beiträge dieses Tagungsbandes geben Einblicke in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten entlang dieser Themen. Sie zeigen konkrete Anwendungen Künstlicher Intelligenz in der Produktion und darüber hinaus, beleuchten Ansätze zur Steigerung von Energie- und Ressourceneffizienz und thematisieren neue Formen der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Ebenso werden Fragen der Cybersicherheit, der Datenverfügbarkeit und der Integration ethischer Prinzipien in technische Systeme aufgegriffen. Deutlich wird dabei: Künstliche Intelligenz ist kein isoliertes Werkzeug, sondern Teil eines komplexen sozio-technischen Gefüges. Ihr Nutzen entfaltet sich insbesondere dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und technologische Lösungen in einen größeren Kontext eingebettet werden. In Transformationszeiten gewinnt daher die Fähigkeit zur Vernetzung von Wissen, Akteuren und Systemen entscheidend an Bedeutung. Die WiKKI26 versteht sich als Impulsgeber in diesem Prozess. Sie fördert den interdisziplinären Dialog, eröffnet neue Perspektiven und trägt dazu bei, tragfähige Lösungsansätze für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu entwickeln.

Wir danken allen Autorinnen und Autoren für ihre wertvollen Beiträge sowie allen Beteiligten, die zum Gelingen dieser Konferenz beigetragen haben. Möge dieser Tagungsband dazu beitragen, Orientierung zu geben, den Austausch zu stärken und die verantwortungsvolle Nutzung Künstlicher Intelligenz weiter voranzubringen. Künstliche Intelligenz ist nicht nur ein Instrument des Wandels – sie ist ein zentraler Bestandteil seiner Gestaltung.

„In Zeiten des Wandels entsteht Stärke nicht aus Isolation, sondern aus Verbindung – denn erst im Netzwerk wird Wissen zu Wirkung und Vielfalt zu Zukunft.“ JRS, 2026

Downloads

Download data is not yet available.

Published

2026-08-18

How to Cite

Reiff-Stephan, J., & Beuster, A. (2026). Preface. TH Wildau Engineering and Natural Sciences Proceedings , 3. https://doi.org/10.52825/th-wildau-ensp.v3i.3542